Herbstdepression: Wie Sie Stimmungsschwankungen vorbeugen

Autor:   ·  

Experten bezeichnen die Herbstdepression und den Winterblues als saisonal abhängige Depression (SAD). Hauptsächlich wird das Stimmungstief durch den Lichtmangel in der kalten Jahreszeit ausgelöst, der den Hormonhaushalt des Menschen beeinflusst. Denn ohne Licht produziert der Körper weniger stimmungsaufhellende Endorphine und schüttet geringere Mengen des Glückshormons Serotonin aus.

Die Symptome einer Herbstdepression können sehr unterschiedlich ausfallen. Doch meist ähneln sie sich:

Depressionen frühzeitig erkennen

  • Gestörte Konzentrationsfähigkeit
  • Antriebsschwäche und/oder Interesselosigkeit
  • Ständige Müdigkeit
  • Allgemeine Lustlosigkeit
  • Gedrückte Stimmung
  • Ängste
  • Gefühle von Wertlosigkeit
  • Überforderung und Hoffnungslosigkeit
  • Vermehrtes Verlangen nach Süßem und Kohlehydraten, dadurch Neigung zu Gewichtszunahme

Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung der Herbstdepression

Im Gegensatz zur normalen Depression können Betroffene das herbstliche Stimmungstief mit einigen Maßnahmen selbst bekämpfen:

Frische Luft

  • Gehen Sie raus an die frische Luft für mindestens eine halbe Stunde täglich (auch bei schlechtem Wetter)
  • Genießen Sie die Natur: z.B. während langer Spaziergänge, Drachensteigen, Kastanien sammeln
  • Auch wenn der Himmel bewölkt ist, nimmt der Körper das Tageslicht auf, wodurch die Serotoninausschüttung angekurbelt wird

 Sport/Bewegung

  • Sport und Bewegung bringen den Kreislauf in Schwung
  • Ausdauersportarten wie Joggen oder Nordic Walken an der frischen Luft
  • Auch Sport fördert die Produktion des Glückshormons Serotonin
  • Sport in Gruppen wie z.B. im Fitnessstudio fördert das Sozialleben

Ernährung

  • Achten Sie auf eine ausgewogene Kost
  • Empfehlung: kalorienarmes Essen, viel frisches Obst und Gemüse
  • Ab und zu können Sie sich selbstverständlich Süßigkeiten gönnen, aber nur in Maßen!

Das Leben bunter machen

  • Umgeben Sie sich mit Farben wie Orange-, Gelb und Rot – diese ahmen das Sonnenlicht nach
  • z.B. Bunte Kissenbezüge, ein farbenfrohes Bild, ein bunter Blumenstrauß oder leuchtende Kleidung

Dem Alltag ab und zu entfliehen

  • Gönnen Sie sich etwas: z.B. ein verlängertes Wochenende in der Therme oder im Spa, Saunagänge, Massagen, Erholungsbäder, usw.

Düfte

  • Neben Farben wirken auch Düfte stimmungsaufhellend: Bergamotte- und Jasminöl sowie Rose und Lavendel heben die Stimmung

Kraft der positiven Gedanken

  • Sorgen Sie für positive Gedanken
  • Die Einstellung spielt eine wichtige Rolle


Wenn dies alles nichts hilft, sollten Sie sich Hilfe bei einem Psychotherapeuten suchen. Unter Umständen verbergen sich hinter Ihrem Stimmungstief andere Ursachen als die lichtarme Jahreszeit.

 

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird niemals veröffentlicht oder verteilt.