Denksport und Gehirntraining

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Das sogenannte Gehirntraining – ein Training der geistigen Leistungsfähigkeit – zielt darauf ab, die Leistungen des Gehirns zu erhalten oder sogar zu steigern. Das Gehirntraining ist als Methode altersunabhängig. Viele Studien besagen, dass mentale Aktivität speziell im Alter notwendig zum Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit sei.

Gehirnjogging

Mit Schach den Geist trainieren

Der Begriff Gehirnjogging steht für spezielle geistige Übungen. Siegfried Lehrl präzisierte dieses Training unter dem Ausdruck „Mentales Aktivierungstraining“ (MAT). Diese Methode dient dazu, die Leistungsfähigkeit von Geist und Gedächtnis zu fördern. Laut Lehrl bestehen die Übungen darin, die beiden Komponenten Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und Merkspanne auf ein „optimales Aktivationsniveau“ zu bringen. Die Wirksamkeit bezogen auf dem Alltag wird in einigen Studien erbracht und in anderen widerlegt.

Zweimal 10 Minuten trainieren

Sicher ist, dass wir unser Gehirn trainieren und somit unsere Geisteskraft steigern können. Experten empfehlen, sich zweimal zehn Minuten am Tag dafür Zeit zu nehmen.

Wie Gehirnjogging aussehen kann:

  • Rätsel lösen
  • Sudoku
  • Schach spielen
  • Wortsuchspiele
  • Memory
  • Zahlen merken

Gehirnjogging im Alltag

Um Ihr Gehirn zu trainieren, benötigen Sie nicht unbedingt ein Rätselhaft oder ein Schachbrett. Auch im Alltag gibt es genügend Situationen, in denen Sie die übliche Komfortzone verlassen können:

Einkaufszettel

Beim Einkaufen lassen Sie den Einkaufszettel so lange in der Tasche verdeckt, bis Sie der Meinung sind, dass alle benötigten Produkte im Einkaufswagen liegen. Erst dann dürfen Sie einen Blick auf den Einkaufszettel werfen, um zu vergleichen, wie viele Dinge Sie sich merken konnten.

Kopfrechnen

Im Alltag finden sich zahlreiche Möglichkeiten, um Rechnungen im Kopf durchzuführen. Benutzen Sie erst den Taschenrechner, wenn Sie die Rechnung zuvor im Kopf zusammengerechnet haben. Oder errechnen Sie den zu zahlenden Betrag im Einkaufskorb vorher im Kopf.

Kennzeichen-Sätze

Wenn Sie mit dem Auto im Berufsverkehr stecken bleiben, schauen Sie sich einfach die Kennzeichen der anderen Autofahrer an. Bilden Sie aus den Buchstaben einen Satz. Beispiel: HP-NG ergibt den Satz „Harald putzt nicht gern“.

Schritte zählen

Zählen Sie beispielsweise bei einem Spaziergang oder beim Joggen Ihre Schritte. Wenn Sie sich verzählen, beginnen Sie wieder von vorne. Fortgeschrittene steigern den Schwierigkeitsgrad, indem sie nur jeden zweiten oder dritten Schritt zählen. Profis zählen ihre Schritte sogar (im Kopf), wenn sie sich gleichzeitig mit jemandem unterhalten.

 

1 Kommentar

Ronnie Vivion # 1  ·  16.10.2017, 17:52
Du hast hier wirklich einige gute Punkte genannt! Sehr informativ, vielen Dank für diesen Beitrag! :) http://gehirn-doping.org

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