Zeitumstellung: Stress für den Körper?

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Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit: Die Uhr wird für die Sommerzeit um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt. Das bedeutet, dass sich die Nacht um eine Stunde verkürzt.

Warum gibt es die Zeitumstellung? Zeitumstellung

Die meisten Länder der Europäischen Gemeinschaft führten 1977 eine Sommerzeit ein. In Deutschland wurde die jetzt gültige Zeitumstellung von der Normal- oder Winterzeit auf die Sommerzeit 1980 eingeführt. Seit 2001 ist die Zeitumstellung für alle EU-Mitgliedstaaten verbindlich festgelegt. Warum? Die Regelung sollte zu einer besseren Nutzung des Tageslichts führen und somit Energie einsparen. Diese Annahme wird allerdings vom Umweltbundesamt nicht bestätigt. Denn es werde zwar weniger Strom für die Beleuchtung verbraucht, allerdings werde die Hauptheizzeit in die kühleren Morgenstunden verlegt, was den Verbrauch an Heizenergie steigere.

Stress für die innere Uhr

Biologen sind der Meinung, dass diese Zeitumstellung für den Körper puren Stress bedeutet, da die innere Uhr aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Insbesondere empfindlichen Menschen drohe ein „Mini Jetlag“. Viele Menschen fühlen sich nach der „geklauten“ Stunde morgens völlig übermüdet und abends fit, sodass sie nicht einschlafen können. Das liegt unter anderem daran, dass die Ausschüttung des Hormons Melatonin, das den Tag-Nacht-Rhythmus steuert, noch nicht umgestellt ist.

Die Zeitumstellung kann für den biologischen Rhythmus folgende Auswirkungen haben:

  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsprobleme
  • Konzentrationsprobleme
  • Schwächung des Immunsystem, dadurch anfälliger für Infekte

Tipps für weniger Stress

  • In den Tagen vor der Zeitumstellung etwa 10 bis 15 Minuten früher hinlegen und dementsprechend aufstehen, um den Körper allmählich daran zu gewöhnen
  • Auf Mittagsschlaf nach der Umstellung verzichten, um abends besser zu schlafen
  • Anregende Getränke (Cola, Kaffee) spätestens drei Stunden vor dem zu Bett gehen konsumieren
  • Keine schweren Mahlzeiten am Abend, sondern leichte Kost wie Hühnersuppe oder Salat
  • Viel Wasser trinken, mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag
  • Leichte körperliche Bewegung wirkt sich schlaffördernd aus
  • Vor dem Schlafengehen auf aufwühlendes TV-Programm verzichten
  • Ein gut abgedunkelter Schlafraum
  • Pflanzliche Mittel wie Baldrian einnehmen

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