Zecken - wie kann ich mich schützen?

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Die Zecke – auch der „Gemeine Holzbock“ genannt – überträgt zahlreiche Krankheiten. Die größte Gefahr geht jedoch von der Übertragung der FSME (Frühsommermeningoenzephalitis oder Hirnhautentzündung) und der Lyme-Borreliose aus. Die FSME wird durch Viren verursacht, die Borreliose dagegen von Bakterien.

Einen 100-prozentig sicheren Schutz vor Zecken gibt es nicht. Doch Sie können trotzdem einiges tun, um einen Stich des blutsaugenden Parasiten zu vermeiden.

So schützen Sie sich gegen Zeckenstiche: So schützen Sie sich vor Zeckenbissen

  • Vermeiden Sie den Aufenthalt im hohen Gras oder Unterholz.
  • Tragen Sie geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen sowie festes Schuhwerk.
  • Verzichten Sie beim Spaziergang im Wald oder Gras auf offene Schuhe. Ziehen Sie Socken über Ihre Hosenbeine, da Zecken hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern sitzen.
  • Tragen Sie eher helle Kleidung als dunkle, da man die Zecken gut darauf erkennen und noch vor einem Biss entfernen kann.
  • Verwenden Sie insektenabweisende Mittel– je nach Präparat haben sie eine Wirkung von etwa zwei bis vier Stunden. Allerdings stellen Sie keinen 100-prozentigen Schutz vor Zecken dar.
  • Bei Spaziergängen im Freien sollten Sie ein Werkzeug zur Entfernung von Zecken immer bei sich haben – so ist eine schnelle Entfernung vor Ort gewährleistet.
  • Nach dem Aufenthalt in der Natur müssen Sie Ihren ganzen Körper nach Zecken absuchen. Zecken sind winzig klein und bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Daher suchen Sie Ihren Körper an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt gründlich nach Zecken ab.
  • Gesundheitsbehörden empfehlen Menschen, die in FSME-Risikogebieten (z.B. Bayern, Baden-Württemberg) wohnen oder Urlaub machen und sich in der Natur aufhalten, eine Impfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis. Achten Sie dabei auf rechtzeitige Impftermine bei Ihrem Arzt.

Wenn Sie eine saugende Zecke an sich entdeckt haben, ist es wichtig, diese erfolgreich zu entfernen. Zuviel Zeit sollten Sie sich bis zur Entfernung nicht lassen, denn je länger der Saugvorgang anhält, desto wahrscheinlicher ist eine Übertragung von Krankheitserregern.

 

1 Kommentar

Monimaus # 1  ·  22.08.2013, 13:39
Ich finde, Borreliose ist weitaus gefährlicher und auch häufiger auftretend als FSME. Leider wird Borreliose aber immer noch nicht voll anerkannt. Jedes Jahr gibt es Tausende neu Infizierte. Bei einigen bleibt die Krankheit sogar chronisch bestehen, weil sie nicht ausreichend hoch dosiert und lang genug mit Antibiotika behandelt werden. Es gibt auch leider viele Folgeerkrankungen, die durch Borreliose verursacht werden...

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