Wie verhalte ich mich vor und nach einer OP richtig?

Autor:   ·  

Verhalten vor einer OP

Aufklärungsgespräch

Bevor Sie operiert werden, wird der behandelnde Arzt mit Ihnen ein Aufklärungsgespräch führen. Bei diesem Gespräch sollten Sie aufmerksam zuhören und keine Scheu haben, Fragen zu stellen. Zunächst ist es wichtig, dass Sie wissen, dass jeder Eingriff in die körperliche Unversehrtheit nur durch die Einwilligung des Patienten möglich ist. Das bedeutet, dass Sie der Operation zustimmen müssen. Dieses Gespräch kann durch Aufklärungsbögen bzw. Patientenfragebögen gestützt und erleichtert werden. Nur in ganz wenigen Situationen wie z.B. im Notfall oder bei Bewusstlosigkeit dürfen eine Aufklärung und die Einverständniserklärung eingeschränkt werden oder entfallen, wenn durch die Verzögerung einer Operation der Patient gefährdet ist.

Verstehen, was gemacht wird

Das ist vor einer OP zu beachtenWichtig ist vor allem, dass Sie als Patient auf Ihrem Verständigungsniveau über die Narkose und das geplante Vorgehen informiert werden. Denn es gibt eine Vielzahl an Risiken und möglichen Folgen bei jedem Eingriff, insbesondere wenn eine Narkose nötig ist. Außerdem werden bei der Aufklärung die Grundzüge, Vor- und Nachteile des Eingriffs und alle in Frage kommenden alternativen Verfahren erläutert. Der Anästhesist (Narkosearzt) erklärt ebenfalls detailliert den Ablauf der Narkose vor, während und nach der OP. Dabei wird auch der Zweck aller notwendigen medizinischen Maßnahmen beschrieben. Zwar können Sie auf das Aufklärungsgespräch verzichten, doch dieser Aufklärungsverzicht ist selbstverständlich nicht empfehlenswert. Bei dem Gespräch werden Ihnen auch sehr seltene Risiken erläutert, wenn diese typisch für das Verfahren sind und deren Folgen für den Patienten gravierend sein können.

Zustimmung bzw. Ablehnung


Am Ende des Aufklärungsgespräches entscheidet sich der Patient für eine Einwilligung oder eine Ablehnung des Eingriffs. Möglich ist es auch, alle medizinischen Maßnahmen, denen er nicht zustimmen möchte, auszuklammern. Neben dem Gesprächsprotokoll sollte zudem auch dokumentiert werden, wer von den Angehörigen oder nahestehenden Personen des Patienten über dessen Gesundheitszustand informiert werden darf.

Allgemeine Verhaltensregeln vor einer OP

In der Zeit vor der Operation müssen Patienten einige Verhaltensregeln einhalten, die dazu dienen, das Risiko der Operation gering zu halten. Was speziell bei der jeweiligen OP beachtet werden muss, erläutert Ihnen das medizinische Personal. Bei Unklarheiten, sollten Sie sich in keinem Fall scheuen nachzufragen.

Nüchternheit

  • Vor einer Anästhesie (Narkose) soll der Magen leer sein: deshalb sollten Sie ab 24 Uhr des Vortages weder essen, trinken noch rauchen. Nüchtern bedeutet, dass der Patient mind. 6 Stunden vor der geplanten Operation nichts mehr essen und nur noch schluckweise (soweit nötig) Wasser trinken darf.
  • Die Nicht-Einhaltung der Nüchternheit kann unter Umständen die Verschiebung der Operation erforderlich machen.

Medikamente

  • Patienten, die regelmäßig Medikamente einnehmen, müssen mit dem Arzt besprechen, welche Medikamente vor dem Eingriff eingenommen werden können und welche nicht.
  • Verzichten Sie v.a. auf fieber- oder schmerzstillende Medikamente wie ASS (Acetylsalicylsäure) in Aspirin, da hierdurch bei einer Operation Blutungskomplikationen auftreten können.

Allgemein

  • Make-Up, Nagellack usw. entfernen
  • Schmuckstücke (inkl. Piercings), Sehhilfen und Prothesen ablegen

 

 Bild fotolia.com © Jürgen Fälchle

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird niemals veröffentlicht oder verteilt.