Wie entsteht Stress und wie wirkt er sich auf den Körper aus?

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Stress bezeichnet eine körperliche und geistige Reaktion beim Menschen, die aufgrund spezieller äußerer Reize oder innerer Gemütszustände entsteht. Dabei unterscheidet man positiven Stress wie beispielsweise beim verliebt sein und negativen Stress wie z.B. Termindruck am Arbeitsplatz. Stress hilft dem Körper, sich an solche Situationen anzupassen, z.B. durch Flucht- oder Angriffsreaktionen. Damit ist Stress an sich ein lebenswichtiges Reaktionsmuster des Körpers. Ein gewisses Maß an Stress und Anspannung ist sogar sinnvoll, denn der Körper setzt Energie frei, der Aktivierungsgrad steigt und der Mensch leistet bessere Arbeit.

Wodurch wird Stress ausgelöst?Wodurch wird Stress ausgelöst?

Stress entsteht durch eine Überbelastung und wird durch sogenannte Stressoren ausgelöst. Stressoren können z.B. äußere und innere Reize sein wie Ängste (Versagensangst, Todesangst), körperliche und schwere Krankheiten (Infektion, Tumorwachstum) sowie geistige Belastungen (Spannungen in der Partnerschaft oder im Beruf). Weitere Stressoren können sein: Verkehrsstau, verlorene Geldbörse, Termindruck, dauerndes Telefonklingeln, Konflikt mit dem Vorgesetzten, Arbeitslosigkeit und eine Lebenskrise durch den Tod einer nahestehenden Person. Die Grenze zwischen gesundem und ungesundem Stress ist bei jedem Menschen individuell.

Wirkung von Stress

Stress kann sich auf den Körper und auf die Psyche auswirken.

 Auswirkung auf den Körper:

  • Beschleunigung von Puls und Atmung, Atembeschwerden
  • Anstieg des Blutdrucks
  • Herzstiche und Herzklopfen
  • Schwitzen
  • Verspannung der Muskulatur
  • Rötungen und Ausschläge bis hin zu Neurodermitis
  • Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung
  • Gefahr von Magengeschwüren steigt
  • Immunabwehrschwäche (häufiges Kranksein)
  • Weiche Knie
  • Trockener Mund
  • Kloß im Hals
  • Feuchte Hände
  • Schlafstörungen
  • Chronische Müdigkeit
  • Sexuelle Störungen
  • Zyklusstörungen
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Rückenschmerzen

Auswirkung auf die Psyche:

  • Angst, depressive Verstimmung und Nervosität
  • Überempfindlichkeit, Gereiztheit
  • Unsicherheit
  • Konzentrationsschwäche
  • Eingeschränkte Wahrnehmung
  • Entstehung von Denkblockaden (Blackout)
  • Innere Anspannung, Unruhe
  • Angstzustände und Angstattacken
  • Aggressivität
  • Hypochondrie
  • Alpträume

Bei länger andauernden Beschwerden sollten Sie unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen. Denn bekommt man die stressauslösende Situation nicht in den Griff, können sich im schlimmsten Fall Krankheitsbilder entwickeln wie:

  • Burn Out
  • Depression
  • Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz)
  • CFS (chronische Müdigkeit)
  • Schlafstörungen
  • Chronische Kopfschmerzen und Migräne

 

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