Wenn Kinder zahnen

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Wenn Kinder anfangen zu zahnen, kann das ein beschwerlicher Weg werden – für das Kind und die Familie. Zwar kann es kaum merkbar passieren, doch oft ist das Durchbrechen der ersten Zähne für das Baby eine schwere Zeit. Es gibt keine exakten Normwerte für die ersten Milchzähne, doch meist stoßen sie ungefähr im Alter von sechs bis sieben Monaten durch. Im Alter von zweieinhalb bis drei Jahren ist das Milchgebiss dann erfahrungsgemäß mit seinen 20 Zähnen voll ausgebildet.

Woran Sie merken, dass Ihr Kind zahnt

Wenn Kinder zahnen

Typische Zeichen für die ersten Zähne:

  • Quengeln und schreien über einen längeren Zeitraum
  • Leicht reizbar
  • Auffallend unruhiger Schlaf
  • Apfelbäckchen – die Wangen des Babys sind intensiv rot
  • Gerötetes und/oder geschwollenes Zahnfleisch
  • Zunehmender Speichelfluss
  • Beißen auf harte Gegenstände, um sich Erleichterung zu schaffen
  • Leichtes Fieber
  • Geschwächte Immunabwehr

Tipps, die Ihrem Baby das Zahnen erleichtern können

Schon bevor die ersten Zähne durchbrechen, können Sie das Zahnfleisch und den Kiefer mit sauberen Fingern massieren. Wenn Ihr Kind auf härtere Gegenstände herumkaut, wirkt das ebenfalls wie eine Massage. Die Dinge, auf denen Ihr Baby kaut, sollten möglichst elastisch sein, um Verletzungen im Mundbereich zu vermeiden. Ist der Gegenstand leicht gekühlt, lindert das die Schmerzen und kann mögliche Entzündungen hemmen. Geeignet sind dafür beispielsweise Karotten aus dem Kühlschrank, Apfelspalten oder harte Brotkanten. Doch Vorsicht: Lassen Sie Ihr Baby damit nicht allein, da es sich verschlucken könnte. Ein weiteres bewährtes Mittel die Zahnungsbeschwerden zu lindern, sind Kühlringe, die mit einer Glukoseflüssigkeit gefüllt sind. Gut gekühlt, nehmen sie den Druckschmerz. Auch Zahnöl kann die Beschwerden lindern. Es enthält Nelke, das Wunden desinfiziert und die schmerzende Stelle gleichzeitig betäubt. Fragen Sie danach in Ihrer Apotheke. Auch der Einsatz von homöopathischen Mitteln kann den Zahnungsprozess erleichtern. Informieren Sie sich am Besten beim Kinderarzt.

Durch den vermehrten Speichelfluss beim Zahnen sind Hals und Brust ständig durchnässt. Deswegen sollten Sie Ihrem Baby Lätzchen oder bunte Halstücher umlegen. Nur so bleibt der Strampler schön trocken. Zudem sollten Sie wund gewordene Mundwinkel und Wangen mit einer Pflegecreme versorgen.

Das beste Beruhigungsmitteln ist selbstverständlich Ablenkung und Zärtlichkeit: Beschäftigen Sie sich mit Ihrem Baby, indem Sie mit ihm spielen, es auf dem Arm wiegen oder es spazieren fahren.

 

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