Was ist Migräne und wie entsteht sie?

Autor:   ·  

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, unter der laut Experten rund 10 Prozent der Bevölkerung leiden. Bei Frauen tritt sie etwa dreimal so häufig auf wie bei Männern und die Betroffenen sind meist zwischen 25 und 45 Jahren. Mitunter gestaltet es sich als schwierig, eine exakte Diagnose zu stellen, da es zahlreiche Arten von Migräne gibt.

Gekennzeichnet ist die Migräne bei Erwachsenen typischerweise durch einen periodisch wiederkehrenden, anfallartigen, pulsierenden und halbseitigen Kopfschmerz, insbesondere im Bereich von Stirn, Schläfe und Auge. Dieser kann von zusätzlichen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- (Photophobie) oder Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie) begleitet werden. Bei manchen Patienten können auch optische oder sensible Wahrnehmungs- sowie motorische Störungen auftreten. Die Dauer der Kopfschmerzphase variiert zwischen 60 Minuten und bis zu drei Tagen in Abhängigkeit von Patient und Migräneform.

Auslösende Faktoren

Kopfschmerzen

Oft kündigt sich ein Migräneanfall durch eine Vorboten- oder Prodromalphase mit Symptomen wie Müdigkeit, Geräus

chempfindlichkeit und häufiges Gähnen an. Bei vielen Patienten stellt sich ein Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel ein, der meist als Migräneauslöser fehlinterpretiert wird.

Forscher gehen davon aus, dass Umweltfaktoren und Lebensstil eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der Migräne spielen. Sogenannte Trigger (Schlüsselreize) können bei empfindlichen Personen einen Anfall auslösen. Dazu zählen beispielsweise hormonelle Faktoren (Menstruationszyklus), zu viel oder zu wenig Schlaf, Stress und Lebensmittel. Als wichtigster Migränetrigger dieser Gruppe gilt Alkohol. Doch auch glutamat-, tyramin-, histamin- und serotoninhaltige Lebens- und Genussmittel wie Rotwein, Schokolade und Käse werden oft als Auslösefaktoren von Patienten genannt.

Behandlung und Prophylaxe

Meist variieren die Schlüsselreize, die einen Migräneanfall auslösen. Mithilfe eines Kopfschmerztagebuchs können diese in Erfahrung gebracht, mögliche Trigger identifiziert und vermieden werden. Ärzte empfehlen allgemein eine regelmäßige Ernährung ohne Auslassen von Mahlzeiten. Die Kopfschmerzen sind während eines Anfalls meist pulsierend und nehmen bei körperlicher Intensität zu, während Ruhe und Dunkelheit zur Linderung der Kopfschmerzen beitragen.

Kernpunkt der Vorbeugung von Migräneattacken ist, den alltäglichen Stress in den Griff zu bekommen. Leider ist die Migräne eine Erkrankung, die derzeit durch medizinische Maßnahmen nicht heilbar ist und ein vielgestaltiges Krankheitsbild aufweist. Einzig Intensität der Migräneanfälle und Anfallshäufigkeit können durch geeignete Maßnahmen reduziert werden. In jedem Fall sollten Betroffene ihren Hausarzt aufsuchen.

Die richtige Diagnose ist eine wichtige Voraussetzung für eine effektive Behandlung des Kopfschmerzes. Denn welche Medikamente für welchen Patienten sinnvoll sind, kann bei über 200 verschiedenen Kopfschmerzarten unterschiedlich sein.

 

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird niemals veröffentlicht oder verteilt.