Was bedeutet Apothekenpflicht?

Autor:   ·  

Die Apothekenpflicht bedeutet, dass bestimmte Arzneimittel und bestimmte Medizinprodukte ausschließlich in Apotheken und dort nur durch die Fachkräfte an den Verbraucher abgegeben werden dürfen. Sie können diese Arzneimittel also nur dort erwerben und nicht in Drogerien. In Deutschland sind Arzneimittel – abgesehen von wenigen Ausnahmen – per Gesetz apothekenpflichtig. Nach Paragraf 17 Absatz 3 der Apothekenbetriebsordnung sind die Fachkräfte dazu verpflichtet, in einem Beratungsgespräch über diese Waren zu informieren, da Arzneimittel generell als besonders beratungsbedürftige Waren anzusehen sind. Ob ein Arzneimittel apothekenpflichtig ist, wird nach Anhörung von Sachverständigen durch Rechtsverordnung durch das zuständige Bundesministerium entschieden. Der Bundesrat muss dann der Verordnung zustimmen.

Unterschied zwischen apothekenpflichtig und rezeptpflichtig

Apothekenpflicht - was ist das?

Sie erkennen ein apothekenpflichtiges Medikament auf der Arzneimittelverpackung. Diese ist mit dem Aufdruck „apothekenpflichtig“ gekennzeichnet. So wissen Sie, dass das Arzneimittel ohne Rezept in Apotheken erhältlich ist. Wenn das Arzneimittel zudem rezeptpflichtig ist, so ist die Packung nicht mit „apothekenpflichtig“, sondern mit „verschreibungspflichtig“ gekennzeichnet. Doch auch bei diesem Aufdruck gilt für die Arzneimittel die Apothekenpflicht. Rezeptpflichtig bzw. verschreibungspflichtig bedeutet, dass Arzneimittel, die bestimmte Arzneistoffe enthalten, und Arzneimittel für Tiere, die der Lebensmittelgewinnung dienen, nur auf Vorlage einer ärztlichen, zahnärztlichen oder tierärztlichen Verschreibung (Rezept) abgegeben werden dürfen.

Aufgabe des Apothekers bei apothekenpflichtiger Arznei

Laut Gesetzgebung ist die Aufgabe eines Apothekers, den Käufer apothekenpflichtiger Waren über diese besonders zu informieren und über eventuelle Nebenwirkungen aufzuklären, da diese bei Medikamenten vorkommen können. Außerdem ist er dazu verpflichtet über eventuelle Wechselwirkungen bei der Einnahme von verschiedenen pharmazeutischen Produkten oder bestimmter Lebensmittel aufzuklären. Des Weiteren hat er die Aufgabe zu verhindern, dass sehr starke Arzneimittel, die die Handlungsfähigkeit des Menschen beeinträchtigen können, unkontrolliert in die Haushalte der Menschen gelangen. Apotheken beschäftigen sich auch mit der Erforschung der verschiedenen Präparate und können somit durch den Kontakt zum Patienten die Hersteller über unentdeckte Nebenwirkungen informieren.

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird niemals veröffentlicht oder verteilt.