Sport für Kinder mit ADHS

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ADHS steht als Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Kindern mit ADHS fällt das Stillsitzen und Konzentrieren oft schwer. Sport kann hier für ausgleichende Bewegung sorgen und verbindet Freude an der Bewegung mit einer gesteigerten Selbstwahrnehmung sowie einer verbesserten Motorik und Körperkontrolle. Auch die kognitiven Fähigkeiten werden durch Sport bei ADHS gefördert. Gute sportliche Leistungen bringen außerdem wohltuende Anerkennung. Grundsätzlich können Kinder mit ADHS jede Sportart ausüben. Sportarten mit klaren Regelvorgaben sind jedoch besonders gut geeignet für Kinder mit ADHS. Am wichtigsten bei der Wahl ist aber die Freude am Sport!

Sportarten für Kinder mit ADHS

Einzelsportarten für Kinder mit ADHS

Viele Kinder mit ADHS kommen besonders gut mit den klaren Regeln und Abläufen bei Judo oder Karate zurecht. Ist ihr Kind besonders tierlieb, bietet sich beispielsweise Voltigieren oder therapeutisches Reiten an, denn dem Kontakt zu Tieren wird bei ADHS eine positive Wirkung zugesprochen. Außerdem geeignet sind:

  • Akrobatik, Turnen oder Breakdance
  • Schwimmen
  • Angeln
  • Rudern
  • Joggen
  • Rad- oder Einradfahren

Gruppensportarten für Kinder mit ADHS

Auch Gruppensportarten zeichnen sich durch festgesetzte Regeln aus. So sind beispielsweise Hand- oder Basketball für Kinder mit ADHS geeignet. Hier steigt jedoch je nach Impulsivität des Kindes die Verletzungsgefahr. Sollte Ihr Kind Probleme haben, sich an die Regeln zu halten oder sich in die Gruppe zu integrieren, probieren Sie Individualsportarten aus.

Tipps

Um die richtige Sportart für Kinder mit ADHS zu finden, müssen Sie gegebenenfalls verschiedene Disziplinen ausprobieren – jedes Kind hat schließlich unterschiedliche Interessen und Fähigkeiten. Manche brauchen viel Abwechslung, andere dagegen klare Strukturen.

  • Gut geeignet zum Testen sind Schnupperkurse.
  • Vermeiden Sie Sportarten, bei denen Ihr Kind starkem Wettbewerbsdruck ausgesetzt wird.
  • Achten Sie darauf, dass das Verletzungsrisiko trotz Bewegungsdrang so gering wie möglich gehalten wird, denn oft können Kinder mit ADHS Gefahren nicht so gut einschätzen.

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