Wie funktioniert Saftfasten?

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Das Saftfasten ist eine spezielle Form des Heilfastens, dem allgemein nachgesagt wird, dass es den Körper entschlackt, entgiftet und der Selbstreinigung dient. Beim Saftfasten trinkt man über einem begrenzten Zeitraum lediglich Frucht- und Gemüsesäfte sowie Tees und Wasser. Das bedeutet: vollständiger Verzicht auf feste Nahrung und reichliche Aufnahme von Wasser und Tees, die höchstens durch kalorienarme Brühen ergänzt werden. Ernährungswissenschaftler gehen davon aus, dass – im Gegensatz zu anderen Fastenformen – dem Organismus durch die Säfte auch Vitamine, Mineralstoffe und in einem geringen Maß auch Kalorien zugeführt wird. Daher ist die Stoffwechselumstellung zu der der Körper durch das Fasten herausgefordert wird, beim Saftfasten etwas milder. In Kurkliniken und Sanatorien werden Saftkuren meist 1-6 Wochen durchgeführt. Für zu Hause sollten Interessierte nur einzelne Safttage einlegen. Bevor Sie sich zu einer Saftkur entscheiden, sollten Sie dies mit ihrem Hausarzt absprechen, denn nicht jeder darf ohne weiteres Saftfasten.

Anleitung zum Saftfasten

Alles über Saftfasten.

Das Saftfasten beginnt mit einigen Entlastungstagen, an denen stufenweise die Nahrungsaufnahme verringert wird. Nach dem Fasten folgen dann zwei Aufbautage mit leichter Kost, um den Verdauungstrakt und Stoffwechsel nicht zu überfordern. Während des Saftfastens trinken Sie über den Tag verteilt einen bis anderthalb Liter frisch gepresste oder hochwertige ungezuckerte Obst-, Gemüse- und Grassäfte (Weizengrassaft). Tee und Wasser dürfen Sie während dieser Zeit so viel Sie wollen trinken. Ideale Gemüsesäfte sind Karotten-, Rote Bete-, Sellerie-, Kartoffel- und Rettichsäfte. Bei Obstsäften sollte darauf geachtet werden, dass sie frisch gepresst sind oder zumindest aus 100% Frucht- oder Obstsaft bestehen. Säfte, die Zucker, Konzentrate, oder weitere Zusatzstoffe enthalten, sollten vermieden werden. Achten Sie darauf, die Säfte nicht in einem Zug zu trinken – stattdessen langsam und schluckweise.

Beispiel für einen Safttag:

Morgens: zwei Tassen ungesüßten, schwachen Kräutertee

Mittags: ein viertel Liter ungesalzenen Gemüsesaft oder ungesüßten Obstsaft

Nachmittags: zwei Tassen ungesüßten Tee (Kräuter oder Früchte)

Abends: ein viertel Liter Obst- oder Gemüsesaft und ein viertel Liter Gemüsebrühe

 

Das Saftfasten sollte mit entschlackungsfördernden Maßnahmen begleitet werden wie beispielsweise Sauna, Bäder oder Massagen. Um den Kreislauf weiter anzuregen, sollten Sie sich an der frischen Luft bewegen. Idealerweise kombinieren Sie Saftfasten mit leichten Fitnessübungen.

 

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