Pilze selber sammeln - Wichtige Tipps und Tricks

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Pünktlich zum Herbstanfang beginnt auch wieder die Pilzsaison. Buntes Laub und frische Luft laden zum Pilze sammeln ein. Sofern Sie einige wichtige Regeln beim Sammeln der kleinen Leckerbissen beachten, steht dem Gaumenschmaus danach nichts mehr im Wege.

Laut Stiftung Warentest ist Behutsamkeit die oberste Pflicht bei der Pilzsuche! Außerdem:

  • Befolgen Sie die goldene Regel! Essen Sie den Speisepilz nur, wenn Sie ihn zweifelsfrei erkennen!
  • Überprüfen Sie alle Details! Ein Naturführer kann Ihnen helfen die Pilze anhand von bestimmten Merkmalen genau zu identifizieren. Dazu gehört die Überprüfung der Charakteristiken von Hut, Röhren oder Lamellen, Stiel, Velum (die häutige Hülle), das Fleisch sowie der Geruch. Entpuppt sich der gefundene Pilz als Delikatesse, können Sie Ihn vorsichtig mit dem gesamten Stielansatz aus der Erde drehen.
  • Transportieren Sie Pilze in Körben oder Pappschalen, denn die Pilze brauchen Luft. In Plastiktüten und geschlossenen Gefäßen kann sich Kondenswasser bilden und die Früchte faulen.
  • Sammeln Sie nicht am Straßenrand! Lassen Sie die Pilze in der Nähe von Straßen stehen, denn Pilze nehmen Schadstoffe wie die von Autoabgasen auf.
  • Beachten Sie Warnschilder! Sammeln Sie nicht in Regionen, in denen vor dem Fuchsbandwurm gewarnt wird.

Speisepilze vs. Giftpilze Ratgeber Pilze sammeln

Wichtig: Sammeln Sie lediglich Pilze, die Sie kennen. Experten zufolge gibt es keine eindeutigen Regeln, um Giftpilze zu erkennen. Pilzbücher sind zwar hilfreich, können aber nicht Erfahrungen ersetzen. Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um einen Speise- oder Giftpilz handelt, fragen Sie Fachleute: Vereine, Apotheken und freie Träger bieten Pilzberatungen an. Wenn Sie einen Ihnen unbekannten Pilz gefunden haben, legen Sie ihn bei der Pilzberatungsstelle vor. Machen Sie sich außerdem Notizen zum Fundort.

Was tun bei einer Vergiftung?

Besteht der Verdacht auf eine Vergiftung warten Sie nicht erst auf heftige Symptome, sondern rufen Sie sofort einen Notarzt oder fahren Sie in die Vergiftungszentrale eines Krankenhauses. Denn Vergiftungs-Symptome wie Magenkrämpfe, Erbrechen, Durchfall und Schwindel treten oft erst acht bis 24 Stunden nach der Pilzmahlzeit auf. Wichtig ist, dass der Magen entleert wird. Wenn sich also herausstellt, dass Sie einen giftigen Pilz gegessen haben, bringen Sie sich zum Erbrechen. Da es den Ärzten bei der Bekämpfung des Gifts hilft, es zu bestimmen, bewahren Sie das Erbrochene auf. Trinken Sie viel Wasser, Tee oder Saft. Verzichten Sie hingegen auf Milch. Die kann nämlich die Aufnahme von Giften beschleunigen.

Tipp: Essen Sie Wildpilze nicht roh, sondern erhitzen Sie sie mit mindesten 70 Grad, so werden beispielsweise die Eier des Fuchsbandwurms abgetötet.

Bildlizenz: © CandyBox Images: Fotolia.com

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