Niedriger Blutdruck – Symptome und Therapiemöglichkeiten

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Wann hat man einen zu niedrigen Blutdruck?

Von einem niedrigen Blutdruck, einer Arteriellen Hypotonie, spricht man, wenn der Blutdruckwert unter 105 zu 60 mmHg liegt. Im Gegensatz zum Bluthochdruck ist die Grenze nicht konkret festgesetzt. Die Arterielle Hypotonie gilt nicht als Krankheit. Denn während der Bluthochdruck zu ernsthaften Gefäß- und Organschäden führen kann (z.B. Schlaganfall, Herzinfarkt), ist ein zu niedriger Blutdruck in den meisten Fällen kein Grund zur Beunruhigung. Nur in seltenen Fällen steckt eine ernsthafte Erkrankung dahinter.

Ursachen von niedrigem Blutdruck

  • Anlagebedingter Blutniederdruck (Vererbung)
  • Nach starker Blutung (äußerer und innerer Verletzung)
  • Bei massivem Flüssigkeitsverlust (z.B. bei andauerndem Erbrechen, heftigem Durchfall oder übermäßigem Wasserlassen)
  • Schwache Orthostase-Reaktion: Eine gute Orthostase-Regulation ist wichtig beim Übergang vom Sitzen oder Liegen zum Stehen, damit beim Aufstehen das Blut auch entgegen der Schwerkraft nach oben zum Beispiel in den Kopf gepumpt werden kann. Besonders junge schlanke Frauen, untergewichtige Teenager sowie Kinder in Wachstumsphasen haben eine zu schwache Orthostase-Reaktion: die Herzfrequenz steigt zwar an, doch der Blutdruck sinkt trotzdem. Es kommt dann zu Schwindelgefühlen, Ohrensausen und einer Bewusstseinsstörung bis hin zur Ohnmacht.
  • Herzerkrankungen (Herzmuskelschwäche)
  • Aortenbogen-Syndrom (auch Pulslos-Krankheit genannt): Verschluss oder teilweisen Verschluss eines oder mehrerer Gefäße, die vom Aortenbogen abgehen – äußert sich in kalten Händen und Schwindel
  • Venenschwäche
  • Hormonstörungen
  • Medikamentennebenwirkungen
  • Neurologische Erkrankungen

niedrigen Blutdruck durch viel Trinken erhöhen

Symptome

Symptome der Arteriellen Hypotonie sind unter anderem.: Blässe, kalte Füße und Hände. Betroffene sind oft müde und können sich schlecht über einen längeren Zeitraum konzentrieren. Weitere typische Anzeichen sind:

  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Ohnmachtsanfälle
  • Appetitlosigkeit
  • Sternchen-Sehen
  • „Rasender Puls“

Therapiemöglichkeiten

Nur wenn es tatsächlich ein Risiko oder eine wirkliche Belastung für die Betroffenen bedeutet, wird ein niedriger Blutdruck therapiert. Sie müssen, bevor Sie zur „Selbsthilfe“ greifen, jedoch von Ihrem Arzt abklären lassen, dass keine identifizierbare Erkrankung zu Grunde liegt wie beispielsweise eine Organerkrankung. Ist dies der Fall, kann Ihnen Ihr Arzt wirksame Medikamente verschreiben. Doch es gibt auch eine Vielzahl an Maßnahmen, die Sie beherzigen können, um Ihren Blutdruck wieder in Schwung zu kriegen:

  • Regelmäßige Bewegung: z.B. Gymnastik, Radfahren, Wandern, etc.
  • Wechselduschen: Wechsel von warmer und kalter Temperatur
  • Viel trinken: etwa zwei Liter Flüssigkeit pro Tag aufnehmen
  • Ernährung: Umstellung der Ernährung auf z.B. kochsalzreiche Mahlzeiten mit vermehrter Flüssigkeitszufuhr
  • Langsames Aufstehen: morgens erst einmal eine Minute am Bettrand sitzen und ein Glas Wasser trinken – hilft gegen Schwindel
  • Wichtig: Vorher mit dem Arzt absprechen, ob diese Maßnahmen bei Ihnen sinnvoll sind!

 

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