Menstruationsbeschwerden lindern – gewusst wie!

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Manche Frauen fühlen sich während der Tage richtig krankMenstruationsbeschwerden können von unterschiedlicher Intensität sein. Während einige Frauen nur ein unangenehmes Ziehen im Unterleib verspüren, sind bei anderen die Schmerzen so stark, dass sie in dieser Zeit sogar unfähig sind, zu arbeiten. Dabei können die Beschwerden vor und während der Menstruation auftreten. Regelschmerzen werden in der Medizin Dysmenorrhoe genannt. Auslöser für die Regelschmerzen sind sogenannte Prostaglandine – körpereigene Schmerzbotenstoffe. Diese rufen ein Zusammenziehen der Muskulatur der Gebärmutter bei der Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut hervor. Durch die Muskelkontraktion wird die Gebärmutter schwächer durchblutet, was den Schmerz auslöst. Symptome wie krampfartige Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein sowie Völlegefühl und Übelkeit bis zu Erbrechen und Durchfall können während der Regelblutung auftreten.

Wie bekommt man die Symptome in den Griff?

Als erstes sollten Frauen mit sehr starken Beschwerden vom Gynäkologen klären lassen, ob es sich um die üblichen primären Regelschmerzen handelt. Wenn eine organische Erkrankung als Ursache für die massiven und mitunter unerträglichen Schmerzen ausgeschlossen wird, können einige Maßnahmen, die Menstruationsbeschwerden mindern.

Allgemeine Hausmittelchen gegen Menstruationsbeschwerden:

  • Wärme hilft, die Krämpfe und Verspannung in der Gebärmutter zu lösen. Dabei ist es egal, ob Sie sich eine Wärmeflasche oder ein Körnerkissen auf dem Bauch legen. Auch ein Saunaaufenthalt oder ein warmes, entspannendes Bad können helfen, die Schmerzen zu lindern.
  • Auch wenn Sie sich nicht danach fühlen – Bewegung hilft! Gymnastik sowie regelmäßige sportliche Betätigung lindern nicht nur den Schmerz, sondern sollen auch Menstruationsbeschwerden vorbeugen. Mediziner gehen davon aus, dass durch die Bewegung, das Becken besser durchblutet wird und Verkrampfungen dadurch gelöst werden.
  • Auch Entspannungssportarten wie Yoga, Autogenes Training und Meditation sollen Menstruationsbeschwerden lindern können. Die Kombination aus Bewegung und bewusster Entspannung können insbesondere für das Wohlbefinden wahre Wunder wirken.
  • Versuchen Sie abzuschalten und Stress zu vermeiden. Tragen Sie bequeme Kleidung, gehen Sie spazieren oder gönnen Sie sich in Ruhe eine Tasse Tee.
  • Ernähren Sie sich gesund – und das nicht nur während der Menstruation. So erhöht beispielsweise eine verstärkte Aufnahme von Nüssen, Hülsenfrüchten und Vollkornreis den Magnesiumgehalt im Körper. Dieser ist wichtig, da Magnesium vorbeugend gegen die Schmerzen wirken kann. Auch eine vorübergehende Erhöhung der Eisenaufnahme einige Tage vor und während der Regelblutung sollen bei der Blutneubildung und damit gegen Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Blutarmut helfen.
  • Man sagt auch verschiedenen Pflanzen wie Mönchspfeffer, Johanniskraut, Melisse, Kamillenblüten, Schafgarbenkraut und Traubensilberkerze, Nachtkerzenöl, Brennnessel in Form von Tees, Kapseln oder Tropfen Linderung bei Menstruationsbeschwerden nach.

Medizinische Hilfe bei Menstruationsbeschwerden:

  • Bei starken Schmerzen suchen Sie ihren Gynäkologen auf! Dieser kann ihnen Schmerzmittel verschreiben, die die Bildung von Schmerzbotenstoffen hemmen.
  • Gegen Regelschmerzen wird auch die Antibabypille eingesetzt, da sie den Progesteronanteil im Körper hoch hält. Jedoch zeigen die unterschiedlichen Pillenpräparate in Bezug auf Regelschmerzen unterschiedliche Wirkungen.

 

Bildlizenz: © Robert Kneschke - Fotolia.com

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