Medikamente für Kleinkinder

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Schnupfen, Durchfall, Ohrenschmerzen – wenn es den Kleinen schlecht geht, wünschen sich Eltern eine schnelle und schonende Linderung für ihr Kind. Regel Nummer eins dabei: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen! Eine Medikamentierung, die Erwachsenen hilft, kann Kindern schaden: Der kindliche Stoffwechsel regiert je nach Entwicklungsstand anders auf Wirkstoffe, Leber und Nieren sind noch nicht voll ausgereift und der Kinderkörper verfügt über einen anderen Wasser- und Fettanteil.

Viele Medikamente nicht zugelassenKleinkinder flüssige Arzneimittel

Für Kindermedikamente liegen wenig exakten Studien und wenig Zulassungen vor. Es wird jedoch vermehrt daran gearbeitet, Zulassungen für Kinderarzneimittel zu betreiben. Für häufig auftretende Kinderkrankheiten wie Fieber, Husten oder Mittelohrentzündungen liegen ausreichend geprüfte Medikamente vor, problematisch wird es bei seltenen Erkrankungen. Oft werden dann „Off-Label-Medikamente“ vergeben – jene, die außerhalb behördlicher Zulassung überprüft wurden.

Altersgerechte Behandlung

Das Kleinkindalter beschreibt die Zeit zwischen zweitem und sechstem Lebensjahr, ist aber stark abhängig von der individuellen Entwicklung. Besprechen Sie den Entwicklungsstand daher mit dem Kinderarzt, damit die Behandlung entsprechend erfolgen kann. Egal welches Medikament Ihr Kind bekommt – beachten Sie die mit dem Arzt vereinbarte Dosierung. Rechnen Sie diese nicht eigenmächtig auf das Gewicht Ihres Kindes herunter! Beobachten Sie Ihr Kind während der Behandlung genau, um Nebenwirkungen von Medikamenten feststellen zu können.

Tipps zur Medikamenteneinnahme

  • Dosierhilfen wie Messlöffel oder Spritzen ohne Nadel nutzen
  • Säfte, Tropfen und Zäpfchen sind besser geeignet als Tabletten
  • Medikamente immer im Sitzen verabreichen
  • Zäpfchen lassen sich mit Creme gut einführen
  • Medikamente nicht unter das Essen mischen – dies kann die Wirkung mindern
  • Spuckt oder erbricht das Kind, sprechen Sie eine eventuelle Nachdosierung mit einem Arzt ab
  • Lagern Sie Medikamente außerhalb der Reichweite des Kindes – sollte es ausversehen ein Medikament schlucken, muss sofort ein Kinderarzt aufgesucht werden
Beitragslizenz: Fotolia © sergei voropaev

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