Krampfadern und Besenreiser – wie sie entstehen und was man dagegen tun kann

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Krampfadern und Besenreiser sind eine Volkskrankheit. Dabei sind vor allem Krampfadern nicht nur unschön, sondern können auch zu ernsthaften Komplikationen führen. Krampfadern (Varizen) nennt man die Venen, die sich sackartig erweitert haben. Besenreiser hingegen sind kleine ausgedehnte Venen. Sie sind oftmals die Folge eines schwachen Bindegewebes – einen Krankheitswert haben sie hingegen nicht.

Entstehung und Folgen von Krampfadern

Während Besenreiser lediglich ein kosmetisches Problem darstellen, können Krampfadern gesundheitsschädigend sein. Krampfadern entstehen durch den hohen Blutdruck auf der Venenwand und auf den Venenklappen, der beim aufrechten Stand lastet. Dies führt dazu, dass sich die Venen mit der Zeit sackartig erweitern. Bei jeder Bewegung, jedem Schritt, ziehen sich die Beinmuskeln zusammen und entspannen sich wieder. Dadurch werden im gleichen Rhythmus die zwischen den Muskeln liegenden Venen zusammengepresst, um das Blut nach oben in Richtung Herz zu drücken, doch sobald man stehen bleibt, lastet der hohe Druck schnell wieder auf den Venenwänden. Langes Stehen und langes Sitzen im Beruf wirken sich daher ungünstig auf die Venen aus. Außerdem spielen folgende Faktoren eine Rolle:

  • Erbliche BelastungUrsachen von Krampfadern und Besenreisern
  • Mangelnde Bewegung
  • Übergewicht
  • Hochhackige Schuhe
  • Antibabypille
  • Rauchen
  • Hormonersatztherapie
  • Schwangerschaft

Gesundheitliche Schäden von Krampfadern

Zu Beginn verursachen Krampfadern Knöchel- oder Fußschwellungen. Sie können leichte Schmerzen oder Wadenkrämpfe auslösen. Im weiteren Verlauf können sich juckende, schuppende, teilweise braun gefärbte Hautveränderungen im Knöchelbereich entwickeln. Nach mehreren Jahren kann bei ausgedehnten Krampfadern ein Geschwür entstehen. Das Blut kann in Krampfadern gerinnen – Mediziner sprechen dann von einer oberflächlichen Venenthrombose.

Wichtig: Krampfadern bessern sich nicht von alleine. Außerdem führen bestehende Krampfadern dazu, dass sich Weitere leichter ausbilden.

Lösungen bei Krampfadern

Insbesondere Steh- und Sitzberufe fördern die Entstehung von Krampfadern. Hier sind einige Maßnahmen, die Krampfadern verhindern können:

  • Beine oft hochlegen
  • Hochhackige Pumps durch flache Schuhe ersetzen
  • Beine von unten nach oben mit kaltem Wasser abbrausen
  • Tägliche Bewegung
  • Genügend Wasser trinken
  • Stützstrümpfe tragen – die verhindern das Ausleiern der Venen
  • Kompressionsstrümpfe – sitzen noch fester und genauer
  • Betätigung der Bein- und Fußmuskeln, um das sich stauende Blut nach oben zu pumpen (z.B. mit den Füßen wippen)
  • Operation: Kleine Krampfadern können verödet werden (Sklerosieren). Große Krampfadern (Stammvarikosis) sollten operiert werden – bei der Stripping-Methode wird der erkrankte Venenabschnitt abgetrennt und mit kleinsten Häkchen herausgezogen

Ob eine Krampfaderoperation notwendig und möglich ist, muss der Venenspezialist entscheiden.

Lösungen bei Besenreisern

  • Kompressionsstrümpfe tragen
  • Besenreiser können verödet oder gelasert werden, meist sind mehrere Sitzungen dafür notwendig

Eine vollständige Entfernung der Besenreiser ist zumeist nicht möglich, jedoch sprechen Mediziner von Besserungen zwischen 70 bis 80 Prozent.

 

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