Kneippkuren im Winter

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Die Kneippkur ist eine medizinische Maßnahme und eine ganzheitliche Behandlungsmethode, die zumeist über eine Zeitdauer von drei bis vier Wochen an einem anerkannten Kneippkurort durchgeführt wird. Sie beruht auf fünf Teilen: Wassertherapie, Heilpflanzen (Kräuteranwendung), Bewegungstherapie, Ernährungstherapie und bewusste Lebensführung. Die klassische Kneipptherapie umfasst u.a. gezielte Anwendungen mit Voll- und Teilbädern verschieden temperierten Wassers (in Form von Bädern, Dämpfen, Güssen und Wickeln), natürliche Pflanzenheilmittel, vollwertige Kneipp-Kost und die Bewegungs- und Ordnungstherapie.

 Was kann die Kneippkur?

 Die Kneippkur wurde nach dem Pfarrer Sebastian Kneipp benannt. Sie beinhaltet die Elemente der sogenannten Kneipp-Medizin. Diese Behandlungsmethode wird zur Vorbeugung oder Behandlung bestehender Erkrankungen eingesetzt.

 Indikationen sind u.a.:Kneipp Kuren im Winter

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Orthopädische Erkrankungen (Rheuma, Rückenschmerzen)
  • Abwehrschwäche und vegetative Störungen
  • Allergien
  • Stress oder Erschöpfungszuständen
  • Durchblutungsstörungen
  • Schwaches Immunsystem

Kneippkur selbstgemacht

Einige Bestandteile einer Kneippkur können auch außerhalb eines Kuraufenthalts selbstständig durchgeführt Zuhause durchgeführt werden, vor allem die Wasseranwendungen:

  • Wassertreten: Barfuß wie ein Storch durch das Wasser waten im speziellen Kneipp-Becken im Schwimmbad oder Zuhause in der Badewanne
  • Tautreten: Barfuß auf taufrischen Wiesen laufen
  • Schneegehen: Barfuß im Schnee laufen. Das fördert im Winter die Durchblutung und wirkt allgemein positiv auf die Regulierung des Wärmehaushalts im Körper und es stärkt die Abwehrkräfte.
  • Knie- und Schenkelguss: Wasser aus dem Schlauch wird direkt auf das Knie und den Schenkel gegossen. Das hilft bei kalten Füßen und Einschlafstörungen, wirkt durchblutungsfördernd und bringt den Kreislauf in Schwung. Die Körperteile sollten von unten nach oben begossen werden, so kann jeder Körperteil bis hin zum Gesicht einzeln behandelt werden. Spülen Sie z.B. den Unterschenkel erst rechts, dann links ab, zuerst mit warmen (etwa 38 Grad), danach mit kaltem Wasser (etwa 20 Grad) ab.
  • Armbad: Das Armbad hilft bei Kreislaufschwächen Kopfschmerzen und vermindert die Infektanfälligkeit. Dafür kaltes Wasser (etwa 20 Grad) ins Waschbecken füllen und Arme eintauchen. Dann warmes Wasser aus dem Hahn nachfüllen, bis das Wasser etwa 37 Grad erreicht hat.
  • Fußbad: Fußbäder eignen sich gut gegen kalte Füße und Schüttelfrost sowie um Blasenentzündungen und Erkältungen auszukurieren. Beginnen Sie das Fußbad mit kaltem Wasser und steigern Sie nach und nach die Temperatur.

Wichtig: Die einzelnen Anwendungen sollten nur kurz dauern. Nehmen Sie sich aber viel Zeit dafür. Anschließend gut abzutrocknen und ruhen Sie eine Weile, damit sich die Wirkung des Wassers voll entfalten kann.

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