Hautausschlag - mögliche Ursachen und Behandlungen

Autor:   ·  

Ein Hautausschlag, von Medizinern Exanthem genannt, kann ganz plötzlich und an verschiedenen Körperstellen auftreten. Die Erscheinungsformen sind unterschiedlich: Es können sich Flecken, Bläschen, Pünktchen, Pusteln, Quaddeln, Knötchen, Schuppen, Krusten oder farbige Flecken auf der Haut bilden.

Ursachen und mögliche Erkrankungen

Ursache für HautausschlagHautausschlag kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Grundsätzlich können äußere oder innere Faktoren ein Ekzem verursachen wie z.B.:

  • Infektionserkrankungen (Windpocken oder Masern)
  • Allergien (Nahrungsmittelallergie)
  • Medikamentennebenwirkungen
  • Geschlechtskrankheiten
  • Verschiedene Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis
  • Psychische Erkrankungen

Weitere Hautausschlag-Ursachen sind unter anderem:

  • Akne
  • Herpes simplex
  • Hautpilz
  • Läuse (wie Kopfläuse)
  • Scharlach
  • Dreitagefieber
  • Gürtelrose
  • Typhus
  • Wundrose

Sie sollten einen Arzt (Dermatologen) aufsuchen, wenn:

  1. Die Ursache der Hautveränderung unklar ist
  2. Der Ausschlag plötzlich und heftig auftritt
  3. Der Ausschlag juckt, schmerzt oder anschwillt
  4. Symptome wie Fieber, Zittern oder Atemnot hinzukommen
  5. Die Hautveränderungen schubweise auftreten
  6. Der Ausschlag sich verändert, z.B. aus Rötungen Schuppen, Knoten, Pusteln oder Blasen werden

Therapiemöglichkeiten von Hauterkrankungen

Der Hautarzt wird sich zuerst die betroffene Stelle genau ansehen, um die Körperstelle (Lokalisation), an der der Hautausschlag auftritt, näher einzugrenzen. So bedeuten beispielsweise Pünktchen am Rumpf, den Extremitäten und im Gesicht, dass es sich oft um Scharlach handelt. Hingegen sind bei einem Hautausschlag im Gesicht und am Hals häufig Virusinfektionen die Verursacher.

Die Therapie hängt davon ab, welche Ursache der Hautausschlag hat. So helfen Antibiotika nur bei bakteriellen Infektionen (z.B. Scharlach). Antipilzmittel werden bei Pilsinfektionen eingesetzt und Virostatika helfen bei Virusinfektionen wie z.B. bei Windpocken.

Salben und Cremes

Salben und Medikamente gegen den Juckreiz enthalten zumeist Antihistaminika. Insbesondere bei Erkrankungen durch wiederauflebende Herpes-Viren wie bei einer Gürtelrose verschreiben die Ärzte auch Virustatika, ein Mittel gegen eine weitere Vermehrung der Viren. Antibiotika, Viren- und Pilzmittel gibt es ebenso in Form von Cremes und Salben zum Auftragen auf die erkrankten Hautstellen. Eines der wichtigsten Mittel bei vielen Allergien ist Kortison, was verschreibungspflichtig ist – zur innerlichen oder äußerlichen Anwendung.

Bei Hautkrankheiten steht die örtliche Behandlung der erkrankten Hautpartien oft im Vordergrund. Das geschieht mit speziellen Salben, Cremes, Tinkturen, Badezusätzen oder Verbänden, die unterschiedliche Wirkstoffe enthalten wie Jod, Teer, Harnstoff, Schwefel und andere Substanzen. Sogenannte Immunmodulatoren – Wirkstoffe, die das Immunsystem beeinflussen – können in Form von Salben vor allem bei entzündlichen Erkrankungen wie der Neurodermitis hilfreich sein.

Lichttherapie und Co.

Bestimmte Hautkrankheiten sprechen sehr gut auf Lichttherapien (Phototherapien) mit UV-Strahlung an, die die Ärzte beispielsweise bei Neurodermitis oder Sklerodermie einsetzen. Darüber hinaus können Aufenthalte in anderen Klimazonen, wie etwa am Meer oder im Hochgebirge, für Menschen mit Psoriasis und Neurodermitis wohltuend sein.

 

Bildlizenz: © Picture-Factory - Fotolia.com

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird niemals veröffentlicht oder verteilt.