Globuli – die Alleskönner? - Teil 2

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So werden Globuli richtig eingenommenWas bei der Einnahme von Globuli beachtet werden muss

Im zweiten Teil unserer Serie „Globuli – die Alleskönner?“ erfahren Sie, was Sie bei der Einnahme der Kügelchen beachten sollten. Denn dafür gibt es wesentliche Regeln. Bei der Dosierung von Globuli gelten andere Richtlinien als bei herkömmlichen Medikamenten. Es gilt: Die homöopathischen Heilmittel so häufig wie notwendig, dabei aber gleichzeitig so selten wie möglich anwenden. Zudem sollte die Dosierung von Globuli auf den Akutheitsgrad der Krankheit abgestimmt sein. Das bedeutet, dass bei akuten Erkrankungen eine höhere Dosierung erfolgt, die allerdings mit Abnahme der Symptome auch wieder reduziert werden sollte. Sobald eine deutliche Besserung der Beschwerden eintritt, wird die Dosierung zunächst erst reduziert und dann schrittweise komplett beendet. Das Mittel sollte außerdem abgesetzt werden, wenn sich Heilreaktionen in einer Erstverschlimmerung der Krankheit zeigen – auch wenn das häufig typisch für die Anwendung von homöopathischen Heilmitteln ist.

Wichtig: Damit Sie sicher gehen können, dass Sie die richtigen Globuli einnehmen, suchen Sie bei einer Erkrankung fachkundige Hilfe. Zu jeder Zeit sollten Sie sich auch von Ihrem Hausarzt untersuchen und entsprechend beraten lassen.

Allgemeine Tipps

  • Bei heftigen Beschwerden werden die entsprechenden Globuli relativ häufig eingenommen (siehe Herstellerangaben).
  • Bei einer Verbesserung und bei fortschreitendem Heilungsprozess sollten Globuli immer seltener eingenommen werden.
  • Globuli im Mund ca. eine Minute zergehen lassen, da die homöopathische Arznei am schnellsten und sichersten über die Mundschleimhaut aufgenommen wird
  • Globuli sollten nicht zwischen die Finger genommen werden, da sie mit der Arzneilösung benetzt wurden und diese abgerieben werden könnte.
  • Die Mittel sollten nicht zeitgleich mit einer Mahlzeit eingenommen.
  • Bei der Einnahme von Globuli sollte generell auf Koffein, Nikotin und Minze verzichtet werden, um die Wirkung nicht abzuschwächen und Wechselwirkungen zu vermeiden.
  • Achten Sie auf Nebensymptome und Begleiterscheinungen.

Wichtig:

Doch bedenken Sie, dass jede Selbstbehandlung ihre Grenzen hat. Sollte die Behandlung erfolglos bleiben oder die Erkrankung stetig an Schwere zunehmen bzw. keine Besserung eintreten, ist ein Gang zum Allgemeinmediziner unausweichlich. Um sicher zu gehen, lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt oder Apotheker über Globuli und ihre Wirkung ausführlich aufklären.

 
Lesen Sie hier Teil 1!

Bild: Fitness woman © Kurhan - Fotolia

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