Globuli – die Alleskönner? - Teil 1

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Globuli sind eine homöopathische Darreichungsform, die in der Alternativmedizin angewendet wird und bei verschiedensten Beschwerden helfen kann. Eingesetzt werden sie beispielsweise u.a. in der Bachblüten-Therapie sowie bei den Schüssler-Salzen. Globuli (oder auch Streukügelchen) sind eine kugelförmige Arzneiform, die mehr oder weniger stark potenzierte homöopathische Arznei enthalten. Heutzutage bestehen sie hauptsächlich aus Rohrzucker. Die Kügelchen haben einen Durchmesser von etwa 0,5 bis 1,5 mm und eine weiße bis gelbliche Farbe.

Homöopathie: Prinzip von Körper und Geist

In der Homöopathie werden Wirkstoffe aus der Pflanzen-, Mineral- und Tierwelt zur Heilung angewendet. Die Urtinkturen werden verdünnt und verschüttelt und können in Form von Tropfen, Globulis oder Tabletten verabreicht werden. Für den Homöopathen ist es wichtig, das Gesamtbild des Kranken zu erstellen. Danach werden bewährte Naturheilverfahren angewendet, die sowohl körperliche als auch seelische Beschwerden mit natürlichen Mitteln behandelt. Allerdings existieren keine wissenschaftlichen Belege über die Wirksamkeit homöopathischer Mittel. Daher erklären sich Kritiker ihre  positive Wirkung als reinen Placebo-Effekt. Doch eine Vielzahl von Ärzten ist inzwischen bereit, die Homöopathie – ergänzend zur konservativen Schulmedizin – einzusetzen.

Globuli die AlleskönnerVorteile von Globuli

Globuli hat im Vergleich zu Tabletten und Flüssigkeiten wesentliche Vorteile. Beispielsweise sind sie besonders geeignet für Kinder. So müssen Globuli nicht geschluckt werden wie Tabletten, sondern man lässt sie im Mund zergehen. Außerdem beinhalten die meisten Globuli in der Regel keinen Alkohol. Aufgrund des süßlichen Geschmacks werden die Kügelchen von Kindern gern eingenommen. Heilpraktiker weisen auch darauf hin, dass Globuli und andere homöopathische Darreichungsformen wie Tabletten, Dilutionen, Salben und Injektionslösungen schonender und sanfter sind als die Medikamente der Schulmedizin. Daher treten laut Befürwortern kaum Nebenwirkungen oder Allergien auf, da das aktive Heilmittel extrem verdünnt ist.

 Ausgehend von ihren Inhaltsstoffen ist der Einsatz von Globuli breit gefächert:

  • Erkältung/Grippe, Husten , Halsschmerzen, Fieber, Abgeschlagenheit
  • Zahnschmerzen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Magen- und Darmprobleme
  • Heuschnupfen
  • Sonnenbrand, Ausschlag, Hautprobleme
  • Menstruationsschmerzen  und Wechseljahresbeschwerden
  • Blasenentzündung
  • geringfügige Verletzungen
  • Schlaflosigkeit, Ängste, Nervosität

Globuli sind kein Wundermittel

Selbstverständlich sind Globuli keine Wundermittel. Bei schwerwiegenden Krankheiten, chronischen Erkrankungen, Infektionen usw. sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Diese Therapieform kann lediglich begleitend und unterstützend zu konservativen schulmedizinischen Heilungsmethoden angewandt werden, das gilt besonders bei folgenden Krankheiten:

  • Krebserkrankungen
  • Krankheiten, bei denen ein lebenswichtiger Stoff ersetzt werden muss (z.B. Insulin)
  • akut lebensbedrohliche Krankheiten
  • schwere Infektionskrankheiten, für die es spezifische und erprobte Medikamente gibt (z.B. Tuberkulose, Malaria).

 
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Bild: Globuli auf Stein mit Grashalm und Tautropfen mit blauer Flasche © Gerhard Seybert - Fotolia

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