Fructose-Intoleranz - Symptome und Diagnose

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Eine Fructose-Intoleranz (FI) bedeutet eine Fruchtzucker-Unverträglichkeit. Fructose ist ein Einfachzucker, der in einer Vielzahl von Lebensmitteln in unterschiedlicher Menge vorhanden ist. Folgende Lebensmittel sind besonders fructosereich:

  • Früchte
  • Produkte, in denen Früchte verarbeitet sind wie Marmelade, Obstkuchen, Fruchtsäfte, Smoothies, Früchtejoghurts, Trockenfrüchte, Früchte-Milchshakes
  • Einige Süßungsmittel wie z.B. Maissirup, Agavendicksaft und Honig beinhalten mitunter Fructose
  • Light- oder Diät-Produkte, da oft reine Fructose als Süßungsmittel verwendet wir
  • Spezielle Diabetiker-Produkte, da Fructose den Haushaltszucker ersetzt
  • Auch andere mit Haushaltszucker gesüßte Lebensmittel, da dieser zur Hälfte aus Fructose besteht wie in Fertigprodukten und Süßigkeiten

Mediziner unterscheiden bei der Fructose-Intoleranz zwischen einer erworbenen Fructose-Intoleranz (Intestinale Fructose-Intoleranz) und der, die bereits seit der Geburt vorhanden ist (Hereditäre Fructose-Intoleranz). Die erworbene FI-Form tritt meist im Teenager- oder Erwachsenenalter auf und ist wesentlich häufiger verbreitet, als die vererbte FI.

Symptome einer Fructose-Intoleranz

Typische Symptome der Fructose-Intoleranz treten zumeist unmittelbar im Anschluss an eine fructosehaltige Mahlzeit auf. Wobei sich die Symptome bei jedem unterschiedlich stark äußern können.

Beschwerden wie Blähungen und Durchfall kommen am häufigsten vor. Ausgelöst wird dies durch die Fructose selbst. Gelangt der Fruchtzucker in den Dickdarm, wird er durch Bakterien zerlegt. Bei diesem Prozess entstehen Gase und teils übel riechende Fettsäuren. Bei folgenden weiteren Symptomen kann es sich um eine Fructose-Intoleranz handeln:

Diagnose einer Fruchtzuckerunverträglichkeit

  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Krämpfe
  • Ein aufgetriebener Bauch
  • Völlegefühl
  • Aufstoßen

Langfristig können folgende sekundäre Symptome hinzukommen:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Eine erhöhte Infektionsanfälligkeit
  • Depressionen
  • Mangel an bestimmten Mikronährstoffen wie Folsäure und Zink

Feststellung von Fructose-Intoleranz

Zumeist müssen Betroffene selbst auf die Idee kommen, dass Sie an FI leiden, da die Symptome sehr unspezifisch sind. Die Symptome können beispielsweise auch auf eine Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker, einen Reizdarm, entzündliche Darmkrankheiten u.a. hinweisen. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach einem speziellen Test – einen Wasserstoffatemtest. Dabei trinken Sie auf nüchternen Magen eine Fructoselösung und pusten anschließend in bestimmten Zeitabständen in ein Gerät, was den Wasserstoffgehalt in der Atemluft misst. Übersteigt dieser einen festgelegten Wert und verspüren Sie Beschwerden, dann spricht das für eine Fruchtzucker-Unverträglichkeit.

In vielen Fällen lässt sich eine FI heilen oder zumindest insofern bessern, dass Sie wieder gewisse Fructosemengen verzehren können.

Aber: Je länger eine Fructose-Intoleranz unerkannt bleibt, desto schwieriger wird es, das gestresste Verdauungssystem wieder zu besänftigen.

Bildlizenz: Fotolia.de -© Africa Studio

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