Ernährung bei Schwangeren

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Werdende Mütter wollen während ihrer Schwangerschaft alles richtig machen. Das gilt natürlich insbesondere für die Ernährung, denn alles, was das Baby jetzt zu seiner gesunden Entwicklung braucht, bekommt es über die Nabelschnur.

Mehrbedarf für optimale Versorgung des Babys

Tabus in der SchwangerschaftDen Satz „Du musst nun für zwei essen“ stimmt nur teilweise. Denn nicht die Menge der Nahrung, sondern die Qualität ist entscheidend. Während der Schwangerschaft nimmt der tägliche Energiebedarf mit etwa 200 kcal/Tag nur geringfügig zu. Wichtig ist vor allem, eine ausreichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Beispielsweise haben Sie einen Mehrbedarf an:

  • Eisen (+ 100 %)
  • Vitamin B6 (+58 %)
  • Folsäure (+ 50 %)
  • Zink (+ 43 %)
  • Vitamin A (+38 %)
  • Vitamin B2 (+28 %)
  • Proteine/Eiweiß (+23 %)
  • Energie (+10 %)
  • Vitamin B1 (+20%)
  • Jod (+15 %)
  • Vitamin C (+10%)

Kleine Mahlzeiten

Grundsätzlich dürfen werdende Mütter fast alles essen, was ihnen schmeckt und wonach es Ihnen gelüstet. Wichtig ist aber vor allem ein abwechslungsreicher Speiseplan, damit Sie sich und Ihr Kind rundum gut versorgen. Bekömmlicher ist für Sie, wenn Sie fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen. So fällt der Blutzuckerspiegel nicht so stark ab, und kleinere Mengen können besser verdaut werden.

Welche Lebensmittel tabu sein sollten

Die meisten Lebensmittel sind auch für Schwangere erlaubt. Allerdings gibt es auch einiges, worauf Sie verzichten sollten:

Gemüse/Obst

  • vorgefertigte Schnitt- und Rohsalate (z.B. Krautsalat)
  • rohe Sprossen und Keimlinge
  • ungewaschenes Obst, Rohgemüse und Salate

Getreideerzeugnisse

  • rohes Getreide
  • Frischkornbrei, Keimlinge

Milch und Milcherzeugnisse

  • nicht wärmebehandelte Milch und Rohmilch

Käse

  • generell Käserinde
  • Schnitt- und Weichkäse aus Rohmilch (z.B. Brie)
  • Weichkäse mit Rotschmiere (z.B. Limburger, Munster)
  • Sauermilchkäse (z.B. Harzer Roller)
  • eingelegter Käse oder Frischkäse aus offenen Gefäßen (z.B. Feta, Mozzarella)

Fleisch/Fleischerzeugnisse

  • rohes oder nicht vollständig durchgebratenes Fleisch
  • Rohfleischerzeugnisse (z.B. Tatar, Hackfleisch)
  • Streichwurst (z.B. Tee- und Mettwurst)
  • Rohwurst (z.B. Salami, roher Schinken)
  • Leber

Fisch / Fischerzeugnisse

  • roher Fisch (z.B. Austern, Sushi)
  • Kaltgegartes (z.B. holländischer Matjes)
  • Kaltgeräuchertes (z.B. Räucherlachs)

Zudem sollten Sie auf rohe oder weiche Eier vermeiden. Tabu ist selbstverständlich auch Alkohol und Nikotin.

 

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