Ernährung bei Fructose-Intoleranz

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Bei der Fructose-Intoleranz (Fruchtzucker-Unverträglichkeit) müssen Betroffene genauestens auf Ihre Ernährung achten, damit Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Krämpfe, ein aufgetriebener Bauch, Völlegefühl und Aufstoßen gemindert bzw. ganz vermieden werden. Ein mehrmonatiges Meiden von Fructose in Kombination mit dem gezielten Aufbau der Darmflora kann je nach Ausprägung der Fructose-Intoleranz bereits zu einer Heilung oder zumindest zu einer Verträglichkeit einer höheren Fructose-Menge führen.

Komplette Umstellung der Ernährung

Sollte bei Ihnen Fructose-Intoleranz erkannt worden sein, sollten Sie zunächst alle fructose- und auch zuckerreichen Speisen meiden, damit sich das Verdauungssystem erholen kann. Dabei sollten Sie folgende Lebensmittel erst einmal vom Speiseplan streichen:

Fructose-Intoleranz - was darf man essen?

  • Die meisten Früchte, v.a. Äpfel, Birnen, Mangos, Trauben, Quitten
  • Produkte, in denen Früchte enthalten sind (z.B. Fruchtsäfte, Fruchtshakes, Fruchtjoghurts etc.)
  • Trockenfrüchte
  • Süßigkeiten
  • Honig, Marmelade und andere süße Brotaufstriche
  • Fertigprodukte, die Zucker enthalten könnten (z.B. Fertigsaucen, Tomatenprodukte)
  • Diabetikerprodukte
  • Alle Produkte mit den Zuckeraustauschstoffen Sorbit, Maltit

Medizinern zufolge sollte die Fructose-Menge von 2 Gramm am Tag nicht überschritten werden. Deshalb sollten Sie beispielsweise Äpfel zunächst vermeiden, da 2 Gramm Fructose bereits in 30 Gramm Apfel beinhaltet sind. Hingegen können Sie dafür beispielsweise 3 Kilogramm Champignons verspeisen, sogar 10 Kilogramm Avocados oder 1,5 Kilogramm Kartoffeln.

Fructosearme Lebensmittel sind:

  • Pilze, Avocados, grünes Blattgemüse, Kartoffeln, Zucchini, Knollensellerie
  • Nüsse, Mandeln, Kokosnüsse, Ölsaaten wie Sonnenblumen- und Kürbiskerne
  • Glutenfreie Beilagen wie Mais, Buchweizen, Hirse, Reis
  • Vollkornprodukte (ohne Fructose-Zusätze)
  • Frisches Fleisch, Fisch, Eier

Verzichten Sie anfangs auf Lauch, Zwiebeln und Hülsenfrüchte, da diese Lebensmittel zu einer Verstärkung der Gasbildung führen können.

Sobald sich die Symptome der Fructose-Intoleranz stark gemindert haben oder nahezu verschwunden sind, können Sie testen, welche Menge an Fructose Sie nun vertragen. Sie prüfen also Ihre individuelle Fructose-Toleranz. Fügen Sie Ihrem Speiseplan kleine Mengen fructosehaltiger Lebensmittel hinzu und beobachten Sie die Reaktionen des Körpers. Dabei sollten Sie mit fructoseärmeren Lebensmitteln wie Aprikosen beginnen. Einen Überblick über Ihre Beschwerden bei einem bestimmten Fructoseanteil behalten Sie mit einem Ernährungstagebuch. Sprechen Sie am besten alles mit Ihrem Hausarzt ab.

 Tipps bei Fructose-Intoleranz

  • Auf versteckten Zucker in Lebensmitteln achten – lesen Sie die Zutatenliste
  • Bei gemäßigter Fructose-Intoleranz können Sie kleine Mengen an fructoseärmeren Früchten wie Papaya, Aprikosen und Mandarinen verzehren
  • Essen Sie Früchte nicht auf leeren Magen
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