Was sind Anzeichen für ein Burnout-Syndrom?

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Ein Burnout-Syndrom („Ausgebranntsein“) beschreibt einen Zustand geistiger, körperlicher und emotionaler Total-Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit aufgrund beruflicher Überlastung. Zumeist wird diese durch Stress ausgelöst, der wegen der verminderten Belastbarkeit nicht bewältigt werden kann. Das Burnout-Syndrom ist seit dem Frühjahr des Jahres als Krankheit anerkannt. Lange galten die Beschwerden als  Probleme der Lebensbewältigung und zum anderen wird es als Form von Depression aufgefasst. Die Erkrankung entwickelt sich schleichend.

Burnoutsyndrom  vorbeugenBesonders gefährdete Berufsgruppen sind Krankenschwestern, Altenpfleger, Lehrer, Seelsorger und pflegende Angehörige.

Anzeichen für ein Burnout:

  • Lustlosigkeit, Antriebsschwäche, Übellaunigkeit, Gereiztheit, Aggressivität
  • Stimmungsschwankungen, Ärger, Angstgefühle, Panikattacken
  • Selbstzweifel, Versagensängste
  • Angst, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein
  • Mangelndes Interesse am Beruf oder Aufgabenbereich
  • Chronische Müdigkeit, Mattigkeit und Erschöpfung,
  • Schlafstörungen (Ein-, Durch-, Ausschlafstörungen)
  • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
  • Verzweiflung bis hin zu Hoffnungslosigkeit
  • Depressionen
  • Chronische Motivationslosigkeit
  • Rückzug von Kollegen, Freunden, Familie
  • Körperliche Symptome: Kopf- und Rückenschmerzen, Magen-, Darm-Beschwerden, Schwindel, Herz-Kreislaufprobleme, häufige Infekte, Hörstörungen wie Hörsturz und Tinnitus

Burnout vorbeugen

Laut Psychologen ist das Hauptproblem für die Entwicklung wirksamer Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Burnout, dass es nicht als Krankheit mit klar definierten Symptomen und Ursachen anerkannt ist. Doch Mediziner empfehlen Entspannungs-, Atem- und Meditationsübungen. Weitere hilfreiche Maßnahmen, ein gesundes und ausgeglichenes Leben zu führen, sind u.a.:

Bewegung:

  • Mindestens zwei bis drei Mal pro Woche eine halbe Stunde Bewegung
  • Tägliche Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad unternehmen, ab und an auf Auto oder Bahn verzichten

Entspannungsmomente schaffen:

  • 15 bis 30 Minuten am Tag gönnen, um sich bewusst zu entspannen, z.B.: Lieblingsmusik hören, Sonnenuntergang beobachten, ein kleines Schläfchen, Hobbys
  • Mit Entspannungstechniken zur Ruhe kommen: Yoga, Autogenes Training, Atemtechniken

 Genügend Schlaf:

  • Nachts eine halbe bis ganze Stunde mehr Schlaf
  • Powernap einlegen: ca. 10 bis 20 Minuten Entspannung auf dem Sofa oder auf einem bequemen Stuhl
  • Vor dem Zubettgehen auf Actionfilme und Krimis verzichten – besser ist eine leichte Lektüre
  • Vor dem Zubettgehen einen Abendspaziergang machen

Bewusste Ernährung:

  • Auf Alkohol und schweres Essen am Abend verzichten
  • Essenszeiten etwas vorverlegen
  • Zeit beim Essen nehmen
  • Auf Snacks unterwegs verzichten
  • Auf zu viel Fett und Zucker verzichten
  • Frische Nahrung: viel Obst und Gemüse

Ein freier Tag:

  • Ein Tag in der Woche frei machen
  • Computer auslassen, größere Putzaktionen unterlassen und jegliche Verpflichtungen vermeiden

Spaß und Freude:

  • Mit Menschen treffen, mit denen Sie sich wohl fühlen und haben Sie Spaß
  • An Orte gehen wie ins Kabarett, Theater oder ins Kino in einen lustigen Film – Lachen ist gesund; es baut Stress ab und stärkt Ihr Immunsystem

Permanente Erreichbarkeit vermindern:

  • Handy-freie Zeiten einrichten
  • Am Wochenende den PC auslassen
  • Nachts das Telefon leise- und das Handy ausschalten

Wichtig: Wenn Sie oder Ihre Mitmenschen Symptome erkennen, gehen Sie sofort zum Arzt und sprechen Sie mit ihm darüber. Patienten mit Burnout-Syndrom benötigen unbedingt professionelle und individuell zugeschnittene Unterstützung.

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