Arnika – das natürliche Schmerzmittel

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Die Arnika ist eine stark wirkende Pflanze, die vor allem äußerlich als Tinktur eingesetzt wird. Sie wird auch Bergwohlverleih genannt, weil sie vorwiegend in den Bergen wächst. Arnika ist eine Heilpflanze, die 2001 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt wurde. Da sie stark wirkt und dadurch eine gewisse Reizwirkung ausübt, sollte sie äußerlich vor der Anwendung verdünnt werden; innerlich nur mit allergrößter Vorsicht und stark verdünnt angewendet werden. Äußerlich wird sie als Salbe, Creme, Gel, Öl oder Tinktur auf die Haut aufgetragen.

Eigenschaften von Arnika

Die Arnikablüten enthalten u.a. ätherisches Öl, Flavonoide und Sesquiterpenlactone – die entzündungshemmend und antiseptisch wirken. Weitere Wirkungen von Arnika sollen sein:

  • Antibakteriell
  • Blutreinigend
  • Entzündungshemmend
  • Harntreibend
  • Hautreizend
  • Krampflösend
  • Schmerzstillend
  • Schweißtreibend

Schmerzmittel aus der Natur-Arnika

Verwendung

Arnika wird zur äußeren Anwendung bei Verletzungen und bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden verwendet. Am häufigsten wird bei der äußeren Anwendung eine alkoholische Tinktur hergestellt. Es ist klinisch bewiesen, dass Tinkturen bzw. Auszüge zur äußeren Anwendung antimikrobiell und entzündungshemmend wirken. Arnika-Salben und -Gele können auch bei Veneninsuffizienz einen therapeutischen Effekt erzielen. Besonders in der alternativen Medizin und Homöopathie werden Arnika-Potenzen häufig bei Blessuren eingesetzt. Die innere Anwendung von Arnika ist nicht zugelassen, deshalb wurden sehr viele Teepräparate vom Markt genommen.

Anwendungsspektrum von Arnika

  • Bei Muskel-, Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Bei Entzündungen
  • Bei Blutergüssen
  • Bei Schwellungen
  • Bei Hämorrhoiden
  • Zur nervlichen Beruhigung in emotionalen Stresssituationen

 Risiken und Nebenwirkungen

Arnika ist sehr scharf, deshalb muss es stark verdünnt werden, bevor es angewendet wird. Durch die starke Wirkung reagieren manche Menschen auch allergisch auf Arnika. Mögliche Nebenwirkungen sind außerdem:

Bei äußerer Anwendung:

  • Allergische Hautreaktionen
  • Ekzeme
  • Blasen
  • Juckreiz
  • Nekrose (Absterben von Hautzellen)

Bei innerer Anwendung:

  • Innere Blutungen
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Kreislaufzusammenbruch
  • Schwindel
  • Zittern

Tipp: Verzichten Sie auf einen Dauergebrauch von Arnika, denn auch das kann zu Nebenwirkungen führen. Außerdem sollten Sie vermeiden, Arnika-Präparate auf offene Wunden aufzutragen – das kann zu Infektionen führen.

Achtung: Tinkturen und Auszüge aus Arnikablüten sollten keinesfalls als Selbstmedikation innerlich angewendet werden. Arnikablüten im Tee können auch zu Vergiftungen führen. Eine orale Applikation sollte komplett abgelehnt werden.

 

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