Akupressur - auf den Punkt gebracht

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Die Akupressur ist eine Druckpunktmassage. Sie gehört, wie die Akupunktur, zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und ist ein ganzheitliches Verfahren. Bei der Akupressur wird mit den Fingerkuppen, Daumen, Handflächen oder Ellenbogen an bestimmten Punkten der Körperoberfläche Druck ausgeübt, um den Energiefluss in den darunter liegenden Energiebahnen zu stimulieren. Neben der Energiegewinnung sollen Schmerzen gelindert werden. Die Akupressur wird insbesondere für die Therapie des Bewegungsapparats, der Nervenbahnen und Muskeln angewendet. Auch bei weiteren körperlichen und seelischen Problemen wird sie eingesetzt.

Wie funktioniert Akupressur?

Akupunktur-Punkte auf der Körperoberfläche werden ausgesucht und dann mit kreisenden Bewegungen massiert. Zumeist ist der Druck sanft, doch unter Umständen kann der Therapeut an bestimmten Punkten auch großen Druck, sogar unter Einsatz seines Körpergewichts, ausüben. Es gibt vier Akupressur-Varianten: drücken, reiben, kneten und klopfen.

Akupressur soll gegen folgende Beschwerden helfen: Alles über Akupressur

  • Bei Schlafstörungen, Nervosität, Stress
  • Bei allgemeinen gynäkologischen Problemen
  • Bei Gelenk- und Muskelbeschwerden, Verdauungsstörungen und Stoffwechselerkrankungen, Kreislaufleiden und Atemwegsbeschwerden
  • Bei spezifischen Schmerzzuständen wie Migräne, Kopf- und Zahnweh, Rücken- und Gelenkschmerzen sowie chronischen Schmerzen und Übelkeit

Selbstbehandlung

Die Akupressur ist ideal für die Selbstbehandlung, da man dafür keinerlei Geräte benötigt. Die eigenen Finger und Hände genügen, um gegen kleine Beschwerden gezielt vorzugehen.

  • Konzentrationsstörungen: Mit einer Fingerkuppe auf die Nasenwurzel zwischen den Augenbrauen drücken (etwa 4-8 Sekunden)
  • Kreislaufstörungen: Mit dem Nagel des kleinen Fingers oberhalb der Oberlippe, direkt unter der Nase drücken ((4-8 Sekunden)
  • Müdigkeit und Schlafstörungen: Den Punkt in der Grube zwischen den beiden Fußsohlenvorderballen massieren. Wird rechts herum gekreist, wirkt dies anregend und hilft bei Müdigkeit. Kreisende Bewegungen nach links fördern den Schlaf.

Wann darf Akupressur nicht angewendet werden?

Liegen an Organen, Muskeln, Gelenken und Knochen bereits Schädigungen vor, sollte man auf den Einsatz der Akupressur verzichten. Auch bei folgenden Erkrankungen darf sie nicht angewendet werden: bei Krampfadern, Thrombosen und weiteren Leiden des Gefäßsystems, bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündungen, Infektionskrankheiten, Osteoporose, Tumoren und bei frischen Verletzungen. Auch bei schweren inneren Erkrankungen darf man die Leib- und Unterleibspunkte nicht durch Druckmassage stimulieren.

 

Bildlizenz: © Javier Brosch - Fotolia.com

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